Die deutschen Kampfwagen

 

 

 

 

Der Beginn !

 

Die deutschen Panzerkampfwagen Tiger, Panther, Pz IV und auch

der Pz III dominieren in der großen Zahl der Betrachtungen über

die in der deutschen Wehrmacht eingesetzten Kampfwagen.

Ebenso tragen sie der technischen Vorrangstellung eines Kampfpanzers Leopard 1 sowie dem

Leopard 2 in der Gegenwart Rechnung.

Die Geburtsstunde des Kampfpanzers in Deutschland, wird vielfach

nur am Rande erwähnt. Sie ist meines Erachtens genau so interessant wie die der britischen und

französischen Entwicklungen.

Der “A7V´ “ wird aber stets Im Zusammenhang mit den alliierten Entwicklungen erwähnt ,obwohl

nur die geringe Zahl von ca. 20 Stück produziert wurde.

Die in wesentlich größeren Zahlen erbeuteten und auf deutscher Seite eingesetzten Kampfwagen der

Briten werden deutlich hinten angestellt. Im Gegensatz zu

seiner Rolle auf dem Schlachtfeld Frankreichs ,ist seine ideelle Bedeutung höher anzusetzen.

Fest steht , daß die operative Bedeutung des Kampfwagen in Deutschland wesentlich zu spät erkannt

wurde. Fest steht auch , daß man in Deutschland schon vor Ausbruch des 1.Weltkrieges ,

technisch in der Lage gewesen wäre Panzerkampfwagen zu bauen. Im Jahre

1888 meldete Holt-Caterpillar  das erste Gleiskettenpatent in den USA an.

Wie in anderen Staaten, so erörterte man auch im Deutschen Reich sowie in Österreich die

militärische Nutzung von Gleisketten getriebener Fahrzeuge. Man

beschränkte sich aber auf die Einführung von nicht Geländegängigen Radfahrzeugen. Auch stießen

die Initiativen diverser Erfinder ,wie z. B. Gunther Burstyn in Deutschland sowie Österreich,

auf Inkompetenz ,Unverständnis und mangelnden Weitblick.

Diese Faktoren dominierten auch während des Krieges .Die Folge war eine unnötige Vergeudung

von Zeit die durch das Aufbauen von zu schweren Panzeraufbauten auf schon vorhandene Schlepper

und Fahrgestelle (z.B. Lanz-Geländekraftwagen ,Orionwagen)

verloren ging anstatt sich auf vernünftige Neukonstruktionen zu konzentrieren.

Ich will jetzt nicht näher auf die gescheiterten Konstruktionen eingehen aber ich möchte hier eine

kleine Auswahl an Projekten vorstellen ,die der Planung und Konstruktion des „A7V“ vorausgingen.

 

 

 

 

 

                    Der Bremer-Wagen (Marienwagen)

Bremer Wagen (Marienwagen I) und der Marienwagen II

 

Bereits zu Beginn des Krieges bestanden im Deutschen Reich Überlegungen ,geländegängige

Fahrzeuge zu bauen ,um Versorgungsgüter über unwegsames Gelände zu transportieren.

 

Am 19.07.1915 wurde seitens des Kriegsministeriums mit dem Ingenieur Hugo C. Bremer

ein entsprechender Vertrag ,zwecks Produktion eines “Überlandwagens“ geschlossen.

Am 06.10.1916 wurde in Neheim ein Musterfahrzeug des Bremerwagens vorgeführt. Zwei

Raupenkettenpaare wurden unter einem gewöhnlichen 4 t-Lkw

gesetzt, von denen nur das hintere angetrieben wurde. Durch den Antrieb des hinteren

Kettenpaares, war das Fahrzeug nunmehr nicht ausreichend Lenkfähig. In

Marienfelde bei Berlin sollten 15 stück dieser Wagen gefertigt werden. Das Ergebnis war mehr als

unbefriedigend und so wurden sie wieder zu Lkw umgebaut

respektive zum “Marienwagen“ weiterentwickelt. Da die vorderen Gleisketten auch bei dem

Marienwagen I nicht angetrieben wurden, wurden diese durch eine

bereifte Vorderachse ersetzt. Dem Gewicht des 9mm stark gepanzerten Aufbau war das Fahrzeug

nicht gewachsen, so daß die verbliebenen Fahrgestelle sowie der

modifizierte Marienwagen II als Träger für Flugabwehr und Panzerabwehrkanonen verwendet wurde.

Eine geplante Vollkettenversion des Bremer-Wagen III wurde nicht mehr realisiert.

 

 

 

 

                                           Der Dür-Wagen

Der Dürwagen ohne Aufbau

 

Das Kriegsministerium beauftragte Mitte 1916 die Dürkoppwerke in

Bielefeld ,ein gepanzertes gut geländegängiges Fahrzeug zu

konstruieren. Das Resultat wurde Dür-Wagen genannt. Er wurde mit zwei Raupenketten

ausgestattet, die durch je einen 80PS-Motor angetrieben wurden.

(ohne Differential) Dieser Wagen erwies sich ebenfalls zu schwach um einen Panzeraufbau tragen zu

können. Alle 10 gebauten Fahrgestelle fanden daraufhin als Transporter ihre Endverwendung.

 

                                      

 

TreffAs-Wagen

Die kleinen hinten liegenden Hohlkörperräder dienten dem ungewöhnlichen Wagen als Lenkräder!

Die Hansa-Lloyd Werke in Bremen interessierten sich auf Veranlassung des Kriegsministeriums für

die Konstruktion eines Kampfwagens.

 

Bis zum 01.02.1917 konstruierte die Firma den TreffAs-Wagen. Alle durchgeführten Probefahrten

erwiesen sich als unbefriedigend.

Zwischenzeitlich hatte das KM sich für den A7V entschieden ,und das einzige Exemplar des

TreffAs-Wagens wurde nach einer letzten Vorführung im Oktober 1917 der Verschrottung zugeführt.

 

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